Die Faszination um den E-Sport

16.03.2022 12:23

Zocker füllen große Hallen, gewinnen exorbitante Summen und tragen Trikots mit ihren Pseudonymen. Die Frage, ob das wettbewerbsbezogene Spielen von Videospielen als Sport bezeichnet werden darf, ist derzeit aktueller denn je. Doch was genau macht die Faszination um den E-Sport aus? Einen ähnlichen Hype erfahren derzeit neue Kryptowährungen, welche als profitabel gelten, doch ist der E-Sport ebenso rentabel wie ein Investment? Woher genau stammt die Begeisterung für E-Sports? Wir haben uns näher mit der Thematik auseinandergesetzt und sind zu folgenden interessanten Ergebnissen gekommen.

Quelle: Pixabay

Definition

Obwohl Sport normalerweise unmittelbar mit körperlicher Anstrengung verbunden ist, misst man sich beim E-Sport in rein elektronischen Wettkämpfen in Video- und Computerspielen. Laut dem E-Sport-Bund Deutschland bestimmt sich der Vergleich zu herkömmlichen sportlichen Leistungen aus dem Zusammenwirken einer systematischen Bedienung der Geräte in Reaktion auf den dargestellten Spielablauf. Voraussetzung ist, dass der Wettkampf gleichzeitig von Menschen gegen Menschen abgehalten wird, ob allein oder im Team. Ein zeitversetzter Leistungsvergleich oder ein Spiel von Menschen gegen Computerprogramme zählt nicht als E-Sport.

Ursprung

Schon seit Beginn der Videospiele-Ära messen sich Spieler in vielfältigen Disziplinen auf digitaler Ebene. Schon in den 1970er-Jahren, beherrschten Spiele wie Pong, welche vom einfachen Wettkampfgedanken lebten, Spielhallen weltweit. Im Zeitalter des Internets war es dann möglich besser zu werden, was mit wachsender Komplexität der Spiele und einem Niveau anstieg, einherging. Durch sogenannte LAN-Partys und organisierten Gaming-Turnieren wurde dann der Begriff E-Sport entwickelt.

Im Jahre 2000 wurde mit den World Cyber Games (WCG) in Seoul ein bisher nicht dagewesenes E-Sport-Turnier veranstaltet, welches Spieler aus der ganzen Welt vereinte. Mit dutzenden von internationalen Spielern und enormen Preisgeldern setzte das Turnier neue Standards. Neben der zunehmenden Turnierszene hat die weltweit steigende Vernetzung zur massiven Verbreitung von E-Sport geführt.

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Genre/ Spiele

Herkömmliche Sportarten werden in Disziplinen unterteilt, beim E-Sport separiert man die Spiele in verschiedenen Genres. Gute Spieler dominieren nicht direkt mit mehreren wettbewerbsfähigen Games, oft haben E-Sportler ein fortgeschrittenes Können innerhalb des jeweiligen Genres. Die folgenden Genres erfreuen sich derweil an großer Beliebtheit:

Echtzeit-Strategiespiele und MOBAs

Im Gegensatz zum rundenbasierten Strategiespiel führen die Teilnehmer ihre taktischen Aktionen gleichzeitig, also in Echtzeit, durch. Eine beliebte Unterkategorie der Echtzeit-Strategiespiele sind die sogenannten Multiplayer Online Battle Arenas (MOBAs). Ein Team mit mehreren Charakteren versucht auf einer Karte die Basis des gegnerischen Teams einzunehmen. Dota 2 und League of Legends, oder auch LoL genannt, gehören zu den weltweit begehrtesten im MOBA-Genre. LoL wurde schon im Jahre 2016 von ca. 100 Millionen Menschen weltweit monatlich gespielt.

Ego-Shooter

Die actionreichen Ego-Shooter verlangen strategisches Verständnis und eine 1a Hand-Augen-Koordination. Ziel ist es, die gegnerischen Spieler auf der Karte mithilfe von unterschiedlichen Waffen auszuschalten. Gespielt wird hierbei in der Regel in der Ego-Perspektive.

Kampfspiele

Hierbei stehen sich zwei oder mehrere Feinde gegenüber und versuchen den jeweils anderen auszuschalen. Die Champions haben unterschiedliche Fähigkeiten und normalerweise endet das Spiel, sobald die Lebenspunkte der Gegner auf null reduziert werden.

Street Fighter gilt für viele als die Königsdisziplin in der Kampfspiel-Szene. Mit klassischer Spielmechanik und einmaligen Charakteren wird das Spiel schon seit 1987 von der Community geliebt.

Redaktion escene.de

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